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Markenpiraterie in China

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Markenpiraterie in China

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Markenpiraterie in China – eine unendliche Geschichte. Wie schützt Europa sein geistiges Eigentum in der Volksrepublik?

Erst kürzlich gelang es der italienischen Polizei wieder gefälschte Markenwaren aus China in Wert von mehreren Millionen Euros sicherzustellen. Neben verstärkter Fahndung versuchen die Euopäer ihr geistiges Eigentum durch Zusammenarbeit mit China zu schützen.

“Wir haben Exzellenz-Zentren, wie dieses hier. Dieser Pekinger Stadtteil ist stolz darauf, Markenpiraterie zu verhindern, um ausländische Investoren anzuziehen. Es gibt mehrere Städte in China, die diesem Vorbild folgen. Diese Städte sind vielleicht nicht gleichmäßig über das Territorium der Volksrepublik verteilt, aber sie werden sehen, dass ihre Zahl wachsen wird. Möglicherweise wird es ein China der zwei Geschwindigkleiten geben, wichtige Industrien, die die Piraterie bekämpfen und weniger wichtige, die weiter abkupfern. Es ist alles eine Frage der Zeit”, meint Carlo Pandolfini von der Pekinger Arbeitsgruppe des EU-China-Projekts zum Schutz der geistigen Eigentumsrechte in China.

China hat die meisten internationalen Urheberrechtsschutzabkommen unterzeichnet. Es geht also darum, bestehendes Recht durchzusetzen – und um die Kluft zwischen Zentralregierung und Provinzverwaltungen.

“Wenn eine Provinzverwaltung eine Firma schließt, weil sie gefälschte Markenprodukte herstellt, und damit vielleicht 3000 Arbeitsplätze vernichtet, dann hat sie ein Problem. Deshalb gibt es wohl einen Unterschied zwischem dem Vorgehen der Zentralregierung und dem der Provinzverwaltungen”, meint Carlo Pandolfini.

Das Projekt beschränkt sich nicht darauf, chinesische Behörden darin auszubilden, die Bestimmungen durchzusetzen, mit seinem Help-desk bietet es europäischen Unternehmen Unterstützung an, sich in einem großen vielversprechenden Markt zurechtzufinden.

“Mehr über die EU kostenlos unter dieser Telefonnummer und im Internet bei europedirect oder in einem Infobüro in Ihrer Nähe.”