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Medwedew will Militärreformen fortsetzen

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Medwedew will Militärreformen fortsetzen

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Russland feiert den Tag des Vaterlandsverteidigers. Aus diesem Anlass wurde die “Ewige Flamme des Ruhms” zum Denkmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer zurückgebracht und dort von Staatspräsident Medwedew neu entzündet. Im vergangenen Jahr war die Flamme wegen der Renovierung des Denkmals in den nahegelegenen Park des Siegers verlegt worden.

In seiner Rede kündigte Medwedew die Fortsetzung der Militärreform an. “Das wichtigste bei der Modernisierung ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der Militärs”, sagte er. “Die bereits vollzogenen Veränderungen haben positive Ergebnisse gebracht.” Experten zufolge handelt es sich um die umfassendste Militärreform in Russland seit 150 Jahren. Medwedew plant den Aufbau einer schlagkräftigen Truppe mit kürzeren Befehlsketten und modernerer Ausrüstung. Die Zahl der Offizier soll bis 2012 halbiert werden, und vor allem deshalb gibt es auch Widerstand gegen das Projekt.
 
Ursprünglich wurde der 23. Februar gefeiert, weil  Trotzki 1919 an diesem Tag die rote Armee gegründet hatte. Wladimir Putin hatte den Festtag in seiner Zeit als Staatspräsident zum “Tag des Vaterlandsverteidigers” umbenannt. Neben Putin nahmen zahlreiche Kriegsveteranen an der Zeremonie teil. Die Kommunistische Partei versammelte anlässlich dieses Nationalfeiertages rund 2000 ihrer Anhänger im Moskauer Stadtzentrum. Sie protestierten unter anderem gegen die geplante Militärreform.