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Neuer Zwist um Falklandinseln

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Neuer Zwist um Falklandinseln

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Zwischen Großbritannien und Argentinien geht es wieder um die umstrittenen Falklandinseln – diesmal um die Bodenschätze, die möglicherweise vor den Inseln unter dem Meeresboden liegen. Argentinien wirbt auf dem Gipfeltreffen der lateinamerikanischen Länder um politische Unterstützung der Nachbarn. Man werde nichts tun, das nicht im Rahmen des argentinischen oder des Völkerrechts liege, sagt Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner. Und daran halte man sich streng: Denn das einzige, was mit einem Kannibalen nicht gehe, sei – ihn zu essen.

Seit Sonntag bohrt eine britische Firma vor den Falklandinseln nach Öl. Argentinien, das die Inseln nach wie vor für sich beansprucht, verlangt zumindest erst einmal Gespräche darüber, wie mögliche Rohstoffvorkommen dort ausgebeutet werden sollten. Viele Bewohner der Inseln sind über die neue Lage nicht sehr glücklich: “Die sollen uns einfach nur in Ruhe lassen”, sagt eine Frau in der Hauptstadt Port Stanley. “Dann gibt es hier eben Öl, aber da muss man ja keinen Riesenkrieg darum führen, das ist doch unsinnig!”

Krieg um die kärglichen Inseln führten beide Länder schon einmal vor fast dreißig Jahren, 1982. Argentinien besetzte damals die Inseln, die Briten schickten ebenfalls Soldaten. Mehr als sechshundert Argentinier wurden in den Kämpfen getötet, ebenso wie rund 250 britische Soldaten.