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Wieder zivile Opfer in Afghanistan

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Wieder zivile Opfer in Afghanistan

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Der Krieg in Afghanistan hat erneut zivile Opfer gefordert. Zwei Tage nach dem Luftschlag der Internationalen Schutztruppe ISAF, bei dem zahlreiche Unbeteiligte ums Leben kamen, wurden bei einem Anschlag in der südlichen Unruheprovinz Helmand mindestens sieben Zivilisten getötet. Vierzehn weitere wurden nach Angaben der Provinzregierung verletzt. Tags zuvor waren in der ostafghanischen Provinz Nangarhar fünfzehn Menschen – fast alle Zivilisten – einem Anschlag zum Opfer gefallen.

Der neuerliche Anschlag ereignete sich in Laschkarga, der Hauptstadt der Provinz Helmand. Ein Sprecher der dortigen Regierung machte “Feinde Afghanistans” verantwortlich. So bezeichnen Regierungsstellen Aufständische wie die Taliban. In Helmand begann vor zehn Tagen die bislang größte Offensive gegen die Taliban seit dem Sturz ihres Regimes vor mehr als acht Jahren.

Am Sonntag kamen bei einem Luftangriff der Internationalen Schutztruppe ISAF in der südlichen Provinz Daikundi rund 30 Zivilisten ums Leben. Das Thema steht auch auf der Tagesordnung der NATO-Strategiekonferenz in Washington.