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Kuba: Bürgerrechtler nach Hungerstreik gestorben


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Kuba: Bürgerrechtler nach Hungerstreik gestorben

Der kubanische Bürgerrechtler Orlando Zapata Tamayo ist tot. Der 42-jährige starb nach einem mehr als 80 Tage dauernden Hungerstreik. Seit dem 3. Dezember hatte Zapata Tamayo die Nahrung verweigert. Vor einer Woche war er aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus in Havanna verlegt worden.

Der Vorsitzende der kubanischen Kommission für Menschenrechte Elizardo Sanchez warf der Regierung vor, Zapata Tamayo ermordet zu haben, weil er zu spät in ein Krankenhaus gebracht worden war. Er hätte viel früher künstlich ernährt werden müssen, sagte Sanchez. Die Bürgerrechtlerin Laura Pollan erklärt: “Er war kein Mörder, er war kein Dieb, kein Vergewaltiger. Er war ein Mann, der von einer besseren Zukunft für Kuba träumte, ein Kämpfer für die Menschenrechte. Die Regierung hat das nicht verstanden.”

Zapata war im März 2003 festgenommen und zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Mit dem Hungerstreik wollte er gegen seine Haftbedingungen protestieren.

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