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Spanier protestieren gegen Rentenpläne der Regierung

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Spanier protestieren gegen Rentenpläne der Regierung

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Tausende Spanier haben gegen den Plan der Regierung zur Anhebung des Rentenalters protestiert. Sie versammelten sich zu Kundgebungen, zu denen die großen Gewerkschaftsverbände in Madrid, Barcelona und Valencia aufgerufen hatten. Die sozialistische Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero will das Rentenalter von 65 auf 67 Jahre anheben. Ein Gewerkschaftsführer bezeichnete die Kundgebungen als “Reaktion auf die Aggression der Regierung im Hinblick auf ihre Rentenversprechungen”.

Zapatero versprach bei einer Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, einen Konsens mit den Gewerkschaften zu suchen. Seine Regierung sei eine Regierung, die zuhöre, erklärte Zapatero, sie habe nie mit strikten Anordnungen gearbeitet und werde das auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt nicht tun.

Das Vorhaben der Regierung soll dazu beitragen, das hohe Haushaltsdefizit des spanischen Staates von zuletzt 11,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2009 zu reduzieren. Die Gewerkschaften betonten, Arbeiter und Rentner dürften nicht für die Krise zur Kasse gebeten werden.