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Anti-Mafia Kommission gefordert

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Anti-Mafia Kommission gefordert

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Im Zuge der Ermittlungen gegen einen internationalen Geldwäsche-Ring wird in Italien gegen mehrere Mitarbeiter einer großen Telekommunikationsfirma ermittelt. 
 
Der EU-Parlamentsabgeordnete Rosario Crocetta nahm den Fall zum Anlass, im Europäischen Parlament den Vorschlag eine europäische Anti-Mafia-Kommission einzurichten:
“Ich denke, dass die Mafia sich momentan sehr ändert in dem was sie tut: sie wird eine immer größere Konkurrenz anderen legalen Unternehmen gegenüber. Ich glaube, es ist im Interesse aller Mitgliedstaaten, dieses Phänomen ernst zu nehmen, dass die europäische Wirtschaft deutlich beeinträchtigt.”
 
Italienische Sondereinheiten von Polizei und Carabinieri hatten in diesem Fall zuvor 56 internationale Haftbefehle ausgestellt, die zeitgleich in verschiedenen Orten in Italien, den USA, Großbritannien und Luxemburg ausgehändigt und vollstreckt worden sind.
 
Die Mafiabande soll mit Hilfe von Scheinfirmen hinterzogene Steuergelder in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro gewaschen haben. Wie viele mutmaßliche Mitglieder festgenommen wurden, blieb zunächst unklar.