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Kuba macht USA für Tod von Dissidenten verantwortlich

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Kuba macht USA für Tod von Dissidenten verantwortlich

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Nach einem Treffen mit Fidel Castro hat Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva den Gesundheitszustand seines wie er sagte “alten Kameraden” als “gut” bezeichnet. Castro habe sich bei dem gut zweieinhalbstündigen Gespräch sehr interessiert an der politischen Entwicklung Brasiliens gezeigt, sagte da Silva.

Der brasilianische Präsident besuchte Havanna vor dem Hintergrund des Dramas um den kubanischen Dissidenten Orlando Zapata Tamayo: Dieser war nach einem Hungerstreik gestorben. Präsident Raúl Castro sagte auf Nachfrage von Journalisten, die Nachricht sei das erste gewesen, was er am Morgen im Fernsehen gesehen habe. Die kubanische Regierung bedaure den Vorfall. Zapata sei zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Man habe ihn in die besten Krankenhäuser gebracht, er sei dennoch gestorben. Leider, so Castro, habe Kuba in der Auseinandersetzung mit den USA schon tausende Kubaner verloren.

Nach Angaben aus Oppositionskreisen wurden erneut rund 30 Dissidenten abgeführt oder in ihren Wohnungen festgehalten. Regimekritiker vermuten, dass die Regierung die Opposition so daran hindern will, an Zapatas Beisetzung im Osten Kubas teilzunehmen. Die kubanische Führung bestreitet, dass es im Land politische Gefangene gibt.