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Sudan lässt Rebellen frei

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Sudan lässt Rebellen frei

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Die sudanesische Regierung hat einen Tag nach der Unterzeichnung eines Waffenstillstands für die Krisenregion Darfur mit der Freilassung von 57 inhaftierten Rebellen begonnen. 50 von ihnen waren im vergangenen Jahr zum Tode verurteilt worden. Die Regierung in Khartum hatte bereits mehrere Waffenstillstandsvereinbarungen unterzeichnet, die jedoch wenig später gebrochen wurden.

Die Schwester eines der begnadigten Rebellen sagte, sie hoffe, dass Präsident Baschir sich an seine Versprechungen halten und das Abkommen rasch umsetzen werde. Außerdem müssten die verschiedenen Fraktionen der Rebellen sich den Friedensbemühungen anschließen und Stabilität in Darfur schaffen: “Wir alle haben genug gelitten.”

Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir und der Anführer der Rebellengruppe “Recht und Gerechtigkeit”, Khalil Ibrahim, hatten am Dienstag abend in Doha im Golfscheichtum Katar ein Rahmenabkommen für einen Waffenstillstand in Darfur unterzeichnet. Demnach soll die Gruppe nun eine politische Partei bilden und Posten in der sudanesischen Regierung erhalten. Andere Rebellengruppen haben sich dem Vertrag bislang nicht angeschlossen.

Die Kämpfe in Darfur ließen in der letzten Zeit nach, es kommt nur noch zu sporadischen Gefechten. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind bei den Kämpfen 300.000 Menschen ums Leben gekommen, 2,7 Millionen wurden vertrieben.