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Türkei: Weitere Anklagen nach Putschvorwürfen

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Türkei: Weitere Anklagen nach Putschvorwürfen

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Nach den Festnahmen hoher Militärs in der Türkei sind inzwischen zwölf Beschuldigte angeklagt worden. Sie sollen versucht haben, gegen die Regierung zu putschen. Insgesamt gab es rund fünfzig Festnahmen.

Etliche Beschuldigte sind oder waren als Generäle in höchsten Rängen der türkischen Armee. Unter dem Decknamen “Vorschlaghammer” sollen sie geplant haben, zum Beispiel durch Anschläge ein Chaos in der Türkei auszulösen. Die Armee hätte damit einen Grund gehabt, um gegen die Regierung vorzugehen.

Hier eine Konfrontation zwischen islamistischer Regierung und Armee zu sehen, greife zu kurz, erklärt ein Politikwissenschaftler. In der Türkei mische sich die Armee eben in die Politik ein, egal, welche Partei gerade an der Macht sei. Das jetzige Problem habe seine Wurzeln darin, dass die Armee ihre Macht in der Politik behaupten wolle.

Die Türkei wird von der islamisch geprägten AKP regiert. Dagegen sieht sich die Armee als Hüter der strikten Trennung von Staat und Religion. Staatspräsident, Regierungschef und Armeechef kommen am Donnerstag zu einem Gespräch zusammen.