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Ukraine will "Brücke zwischen Ost und West" sein

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Ukraine will "Brücke zwischen Ost und West" sein

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Der neue ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch will die frühere Sowjetrepublik künftig als blockfreien Staat und gleichberechtigten Partner der EU und Russlands etablieren. In Kiew legte Janukowitsch am Donnerstag den Amtseid ab. Er hatte am 7. Februar die Stichwahl gegen die pro-westliche Regierungschefin Julia Timoschenko knapp gewonnen. Sie blieb der Amtseinführung demonstrativ fern. Auch die Plätze der Anhänger Timoschenkos im Parlament blieben leer.

Die Ukraine strebe im europäischen Sicherheitsgefüge eine Rolle als “Brücke zwischen Ost und West” an, sagte der 59-jährige Janukowitsch, ein entschiedener NATO-Gegner, vor Abgeordneten und ausländischen Gästen bei seinem Amtsantritt. Zuvor hatte er vom Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriach Kirill I., den Segen erhalten. Janukowitsch bat in russischer Sprache um die Hilfe Gottes.

Vor der Kirche protestierten Nationalisten gegen die Anwesenheit Kirills. “Unser Präsident ist kein Vasall Russlands” stand auf den Plakaten. Und: “Nieder mit dem russischen Patriarchen”. Seine Gegner werfen Janukowitsch allgemein eine zu große Nähe zu Russland vor. Seine erste Auslandsreise soll am Montag jedoch nach Brüssel führen. Erst am 5. März wird er in Moskau erwartet.