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Bundestag stimmt für Afghanistan-Mandat

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Bundestag stimmt für Afghanistan-Mandat

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Der deutsche Bundestag hat dem neuen Afghanistan-Mandat der Bundeswehr mit großer Mehrheit zugestimmt. Insgesamt sprachen sich in der namentlichen Abstimmung 429 von 586 Parlamentariern dafür aus. Die Abgeordnete der Partei “Die Linke”, Christine Buchholz, hatte den Einsatz zuvor scharf kritisiert. Deutschland sei an einem Krieg gegen die afghanische Bevölkerung beteiligt, sagte sie. Mitglieder der Partei “Die Linke” wurden von Bundestagspräsident Norbert Lammert des Saales verwiesen, weil sie aufstanden und Plakate mit den Namen von im Kundus Getöteten hochhielten. Zur Abstimmung wurden sie wieder in den Saal gelassen.

Deutschland wird nach dem neuen Mandat zunächst die Zahl seiner in Afghanistan eingesetzten Soldatinnen und Soldaten um 850 auf 5350
erhöhen. Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes sind 27 Bundeswehrangehörige in dem Krisengebiet ums Leben gekommen. Deutschland stellt nach den USA und Großbritannien das drittgrößte Kontingent.