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Kampf gegen Drogen soll EU-Aufnahmekriterium werden

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Kampf gegen Drogen soll EU-Aufnahmekriterium werden

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Die Europäische Union will künftige Neuaufnahmen in die Gemeinschaft unter anderem davon abhängig machen, ob der jeweilige Staat effektiv gegen den Drogenhandel vorgeht. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Innenminister der EU am Freitag in Brüssel. Die Regelung könne bei künftigen Erweiterungsrunden ein wichtiges Kriterium darstellen. Es gelte, die Versorgungsrouten internationaler Drogenhändler gezielt und nachhaltig zu stören, hieß es zur Begründung.

Nach Angaben französischer Behörden absorbiert allein der europäische Markt 17 Prozent des jährlich in Lateinamerika produzierten Kokains. Somit werden rund 150 Tonnen Kokain im Wert von neun Milliarden Euro an Konsumenten in der EU verkauft. Neben Kokain und Heroin müsse aber auch der Kampf gegen den Handel mit synthetisch hergestellten Drogen wie Ecstasy intensiviert werden, forderten die Innenminister.