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Libyen will "Heiligen Krieg" gegen die Schweiz

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Libyen will "Heiligen Krieg" gegen die Schweiz

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Die Schweiz hat es sich mit Libyen offenbar richtig verscherzt: Nach dem Streit und den Querelen der letzten Zeit ruft Libyens Staatschef Muammar Gaddafi jetzt sogar zum Heiligen Krieg und zum vollständigen Boykott der Eidgenossen auf. Die Schweiz sei ein Staat der Ungläubigen, in dem Moscheen zerstört würden, meinte Gaddafi in einer Rede zum Geburtstag des Religionsgründers Mohammed. Wer als Moslem jetzt noch mit dem Land zusammenarbeite, sei ein Abtrünniger.

Unter anderem ist das Schweizer Bauverbot für Minarette in Libyen wie auch in anderen arabischen Ländern nicht gut angekommen. Aber schon seit der vorübergehenden Festnahme eines Gaddafi-Sohns in Genf hatte sich das Klima zwischen den Ländern dramatisch verschlechtert. Kurz nach dem Vorfall wurden in Libyen zwei Schweizer festgenommen. Erst jetzt konnte mit Rachid Hamdani einer von ihnen ausreisen, der andere – Max Göldi – muss noch eine Haftstrafe verbüßen. Libyen zufolge gibt es aber mit dem Zwischenfall von Genf keinen Zusammenhang.