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Scharfe Töne aus Athen in Richtung Berlin

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Scharfe Töne aus Athen in Richtung Berlin

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Die deutschen Medien sparen nicht mit Kritik und mitunter auch nicht mit beißender Ironie an dem hausgemachten Finanzdesaster in Griechenland. Doch obwohl Ministerpräsident Giorgos Papandreou vor Tagen Verschwendung, Vetternwirtschaft und Korruption dafür verantwortlich machte, gab es aus Athen schrille Töne in Richtung Berlin. Viele Beiträge in den deutschen Medien ließen ein Zerrbild Griechenlands entstehen, so der Präsident des griechischen Parlaments, Filippos Petsalnikos, sie beruhten auf fehlerhaften Einschätzungen und Unwahrheiten.

Der deutsche Botschafter in Athen, Wolfgang Schultheiss, bemühte sich darum, die Wogen zu glätten. Ein hoher griechischer Regierungsvertreter verstieg sich sogar zu der Behauptung, Deutschland habe keine Kriegsentschädigungen gezahlt und die griechische Wirtschaft ruiniert – was nicht den Tatsachen entspricht. In Griechenland gibt es unterdessen weiterhin Proteste gegen die Sparpläne der Regierung in Athen.