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Spitzentreffen nach möglicher Verschwörung

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Spitzentreffen nach möglicher Verschwörung

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Im mutmaßlichen Verschwörungsfall in der Türkei sind die drei ranghöchsten Festgenommenen wieder auf freiem Fuß. Es handelt sich um die früheren Chefs von Luftwaffe und Kriegsmarine sowie um einen ehemaligen Vize-Generalstabschef. Gegen sie wird aber weiter ermittelt; auch eine Anklage ist damit möglich. In der Angelegenheit gab es inzwischen ein Spitzentreffen von Staatspräsident, Ministerpräsident und Armeechef. Danach hieß es aber nur, alle Seiten wollten sich verantwortungsbewusst verhalten. Probleme würden im Rahmen der Verfassung und der Gesetze gelöst.

Der Istanbuler Soziologe Ferhat Kentel meint dazu, die Armee, die ja die Trennung von Staat und Religion verteidige, reagiere heftig. Nun würden die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Akteure versuchen, aus der Lage ihre Schlüsse zu ziehen.

Rund fünfzig hohe Militärs sind seit Wochenbeginn festgenommen worden. Die Ermittler werfen ihnen vor, sie hätten einen Putsch geplant. Wie es hieß, hätten sie durch Anschläge für ein Chaos in der Türkei sorgen wollen, um damit einen Grund zu konstruieren, um gegen die Regierung vorzugehen.