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Wut gegen israelisches Projekt im Westjordanland

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Wut gegen israelisches Projekt im Westjordanland

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Die Ausschreitungen im Westjordanland reißen nicht ab. Seit Tagen kommt es in vor allem in Hebron zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften. An diesem Freitag warfen rund 100 palästinensische Demonstranten Brandsätze und Steine auf Polizisten und Soldaten. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen. Die Armee setzte Tränengas und Gummigeschosse ein.

Grund für den Zorn der Palästinenser ist das Vorhaben der Regierung von Benjamin Nethanyahu, zwei religiös bedeutsame Stätten im Westjordanland in eine Denkmal-Schutzliste aufzunehmen. Es handelt sich sowohl um das Grab des Patriarchen Abraham in Hebron als auch um jenes von Rachel, der Lieblingsfrau Jakobs, in Bethlehem. Salam Fayyad, der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiegebiete bezeichnete die beiden Stätten als unveräußerlichen Bestandteil des palästinensischen Landes, das seit 1967 besetzt ist.

Vor allem das Patriarchengrab ist Juden, Christen und Muslimen gleichsam heilig. Die religiöse Stätte dort ist in eine Synagoge und eine Moschee geteilt. Beobachter sagten, der Schritt der israelischen Regierung könnte die verfeindeten Palästinenserfraktionen der Fatah und der Hamas einander wieder näher bringen.