Eilmeldung

Eilmeldung

Erdbeben: Tsunami-Warnung für Pazifikanrainer

Sie lesen gerade:

Erdbeben: Tsunami-Warnung für Pazifikanrainer

Schriftgrösse Aa Aa

Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Chile ist auf mindestens 120 gestiegen. Das berichtete das chilenische Fernsehen. Das Beben der Stärke 8,8 hatte das Zentrum des Landes am frühen Samstagmorgen erschüttert. Die Regierung erklärte die am schwersten betroffenen Regionen zum Katastrophengebiet.

Auch der internationale Flughafen der Hauptstadt Santiago wurde erheblich beschädigt und bleibt für mindestens eine Woche geschlossen.

Die südchilenische Küstenstadt Concepción – mit 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes – ist am stärksten betroffen.

Die Menschen wurden aus dem Schlaf gerissen und flüchteten in Panik auf die Straßen, als die Erde um 3.34 Uhr Ortszeit zu beben begann.

Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum löste einen Tsunami-Alarm für die meisten Pazifik-Anrainer auf beiden Seiten des Ozeans aus. Neben der kompletten süd- und mittelamerikanischen Küste könnten auch etwa in Japan, auf den Philippinen, und in der Südsee Riesenwellen an Land schwappen und größere Schäden verursachen.

Den Angaben zufolge wurde durch das Beben auch der Zugang zu mindestens einem Kupfer-Bergwerk in Chile, dem weltgrößten Produzenten des Edelmetalls, verschüttet.

Die Europäische Union ist zu rascher Hilfe für Opfer bereit. In einer Erklärung der zuständigen EU-Kommissarin in Brüssel heißt es, die Kommission stelle derzeit fest, welche Art von Hilfe benötigt werde.