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Frankreich: mindestens 40 Tote wegen "Xynthia"

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Frankreich: mindestens 40 Tote wegen "Xynthia"

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Beim schlimmsten Unwetter in Frankreich seit über zehn Jahren sind nach Behördenangaben mindestens 40 Menschen umgekommen. Ganze Ortschaften bei La Rochelle standen teilweise bis zu anderthalb Meter tief unter Wasser. Viele Menschen mussten sich vor den Wassermassen auf die Dächer ihrer Häuser flüchten. Mehrere Hubschrauber waren im Einsatz, um sie zu retten. Mindestens drei Personen wurden zur Stunde noch vermisst. An der Atlantikküste ertranken viele Menschen, darunter ein zehnjähriges Kind. In etwa einer Million Haushalte fiel der Strom aus. Am Samstag waren die Orkanböen über Spanien und Portugal hinweggefegt. Ausgelöst hatten sie zwei aufeinander prallende Sturmtiefs, die einander gegenseitig verstärkten. 74 der 95 französischen Departements hatten Unwetteralarm ausgelöst, zwei von ihnen meldeten sogar die höchste Alarmstufe rot- es war erst das zweite Mal seit der Einführung des Warnsystems 2001. Am stärksten betroffen sind Zentralfrankreich und die Bretagne. An den Küsten erreichte der Wind eine Geschwindigkeit von bis zu 150 Stundenkilometern.
Auf auf der iberischen Halbinsel starben fünf Menschen. Dort wurden zahlreiche Bäume entwurzelt, Strommasten geknickt, Dächer abgedeckt, Mauern stürzten ein. Inzwischen ist Sturmtief Xynthia unterwegs nach Deutschland, Belgien und Luxemburg. “Xynthia” ist Behördenangaben zufolge einer der schwersten Stürme seit dem Orkan “Lothar” von Weihnachten 1999.