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Über 700 Tote in Chile

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Über 700 Tote in Chile

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Einen Tag nach dem verheerenden Erdbeben
in Chile kämpfen die Rettungsmannschaften um das Leben von rund 100 Verschütteten. Sie wurden in der besonders betroffenen Stadt Concepción von den Trümmern ihres 14-stöckigen Wohnhauses begraben. Einige Dutzend konnten die Rettungsmannschaften bereits befreien, um das Überleben der andern liefern sie sich einen Wettlauf mit der Zeit. Immer wieder kommt es zu Nachbeben. Über 70 wurden bereits registriert, ein besonders schweren Nachbeben von der Stärke 6,1 erschütterte am Sonntagmorgen Ortszeit das Land.
Die Behörden fürchten, dass sich die Zahl der Toten weiter erhöhen wird. Bisher wurden über 700 Tote geborgen.

Das Epizentrum des Bebens der Stärke 8,8 lag ams Samstagmorgen (Ortszeit) an der chilenischen Pazifikküste. Das Küstenstädtchen Iloca, das rund 100 Kilometer nördlich des Epizentrums liegt, wurde von einem Tsunami getroffen. Während die befürchteten Riesenwellen im Pazifik ausblieben, verschlimmerten die Wassermassen hier die Lage noch.

Auf der chilenischen Pazifikinsel Robinson Crusoe wurden durch einen Tsunami fast alle Gebäude zerstört. Dort starben mindestens fünf Menschen in den Wassermassen.

Die Aufräumarbeiten werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Lage sei schlimmer als befürchtet, bilanzierte Bauminister Sergio Bitar. Die Schäden ließen sich nicht rasch beheben.