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Mehr als 300 Tote nach Erdbeben in Chile

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Mehr als 300 Tote nach Erdbeben in Chile

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Bei dem verheerenden Erdbeben in Chile sind mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Zehntausende im Katastrophengebiet verbrachten die Nacht im Freien. Nach Angaben der Behörden sind etwa zwei Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. 1,5 Millionen Wohnungen wurden teilweise oder ganz zerstört.

Die Erdstöße am Samstag um 3.34 Uhr hatten die Menschen im Schlaf überrascht. Das Beben hatte eine Stärke von 8,8. Das Epizentrum lag rund 90 Kilometer nordwestlich der Stadt Conception. “Ich versuchte, ein Familienmitglied zu schützen, als ein Bild von der Wand fiel und mich traf. Ich stürzte zu Boden”, berichtete eine Frau. “Danach bahnte ich mir einen Weg durch die Trümmer, aus denen mich Rettungskräfte befreiten.”

In der Hauptstadt Santiago und in anderen Städten im Süden des Landes verursachte das Beben erhebliche Schäden. Auch die Infrastruktur wurde schwer beschädigt. In der Stadt Talcahuano an der Küste wurden größere Schiffe bis ins Stadtzentrum geschwemmt. Die Europäische Union, die Vereinten Nationen, die USA und mehrere Nachbarländer boten Chile Hilfe an.