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Chile verhängt Ausnahmezustand

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Chile verhängt Ausnahmezustand

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Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Chile hat die Regierung in Santiago den Ausnahmezustand über die besonders betroffenen Regionen verhängt. Auch wurden 10.000 Soldaten dorthin entsandt.

In Concepcion, etwa 500 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago, war es vorher zu zahlreichen Plünderungen gekommen. Zum Ausnahmezustand zählt auch eine Ausgangssperre ab dem Abend.

“Die Not treibt uns dahin”, sagt eine Frau. “Wir haben kein Wasser, keine Lebensmittel. Wir wohnten im fünften Stock eines Hauses, das eingestürzt ist. Wir haben nichts mehr. Wir haben ein Kleinkind, doch ich habe kein Brot, gar nichts. Es herrscht Not.”

In ihrer Verzweifelung liessen sich die Menschen auch von den Sicherheitskräften nicht stoppen. Vielerorts ging die Polizei mit Gewalt gegen die Plünderer vor. Inzwischen werden Lebensmittel, Decken und Medikamente an Hunderttausende Bedürftige verteilt. Die Zahl der registrierten Todesopfer liegt bei über 700.