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Mehr als 700 Todesopfer in Chile gezählt

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Mehr als 700 Todesopfer in Chile gezählt

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Mehr als 700 Todesopfer haben die Behörden nach dem schweren Erdbeben in Chile bislang registriert, und nach Befürchtungen des Innenministeriums dürfte diese Zahl noch weiter steigen. Während immer wieder Nachbeben die Region erschüttern, suchen die Rettungskräfte weiter unter den Trümmern nach Überlebenden.

Erst langsam wird die Verteilung von Lebensmitteln, Decken und Medikamenten organisiert. Hunderttausende sind bedürftig und bedienen sich inzwischen selbst. Die Regierung entsandte 10.000 Soldaten in die besonders von Plünderungen betroffenen Regionen und verhängte dort Ausgangssperren. In der Stadt Concepcion etwa 500 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago beruhigte sich die Lage daraufhin, nur noch wenige Menschen trauten sich auf die Straßen. Bei der Verteilung von kostenlosen Lebensmitteln kam es jedoch zu Rangeleien. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein.

Erstmals nach dem Beben am Samstag mit der Stärke 8,8 bat die noch amtierende chilenische Präsidentin Michelle Bachelet auch das Ausland um Hilfe. Sie sprach von 1,5 Millionen zerstörten oder beschädigten Wohnungen. In der 200.000-Einwohner-Stadt Concepcion gab es weder Strom noch Wasser.