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Mindestens 50 Todesopfer nach Sturm in Frankreich

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Mindestens 50 Todesopfer nach Sturm in Frankreich

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Mindestens 50 Todesopfer hat das schlimmste Unwetter in Frankreich seit zehn Jahren gefordert. Die meisten von ihnen ertranken bei Überschwemmungen an der Atlantikküste. Die Feuerwehr sucht weiter nach möglichen Überlebenden in den überschwemmten Häusern.

Vom Orkantief “Xynthia” am schlimmsten getroffen wurden die Départements Vendée und Charente-Maritime. An der Atlantikküste stellt man sich nun die Frage, inwieweit geltende Bauvorschriften eingehalten wurden. Die Regierung will bis zum Sommer die Bestimmungen für Deiche überarbeiten. Noch an diesem Dienstag will Präsident Nicolas Sarkozy ein Dekret unterzeichnen, mit dem das Unwetter zur Naturkatastrophe erklärt wird. Das soll die Entschädigungen durch die Versicherer erleichtern. Sarkozy machte sich per Hubschrauber ein Bild von der Lage in den Überschwemmungsgebieten.

Europa-Staatssekretär Pierre Lellouche will in Brüssel um Unterstützung aus der Solidaritätskasse bitten, Paris stellt umgehend drei Millionen Euro an Hilfsmitteln zur Verfügung. Am Montagnachmittag waren noch gut 170.000 Haushalte in der Region ohne Strom.