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Mindestens 50 Tote nach Unwetter in Frankreich

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Mindestens 50 Tote nach Unwetter in Frankreich

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In Frankreich sind beim schlimmsten Unwetter seit mehr als einem Jahrzehnt mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Am stärksten betroffen ist das Departement Vendée an der Atlantikküste.

Die meisten der Opfer ertranken bei Überschwemmungen. Zeitweise war eine Million Haushalte ohne Strom. “Ich bin durch das Badezimmerfenster aus meinem Haus hinausgeschwommen”, so eine Frau. “Ich rettete mich auf vier Stapel von Beton-Hohlsteinen, wir sind zur Zeit im Umbau. Dort haben mein Mann und ich die Nacht zugebracht. Wir haben uns auf die Stapel gelegt, um dem Wind keinen Widerstand zu bieten, und auf die Rettungsmannschaften gewartet.”

Eine andere Frau berichtet, sie warte schon seit vier Uhr morgens auf Hilfe für ihre Eltern. Diese säßen in der Mansarde ihres Hauses fest. “Ich bin sehr beunruhigt”, fügt sie hinzu. “Durch die Flut wird das Wasser noch steigen. Sie haben keinen Strom und sind über siebzig Jahre alt.”

Tausende Feuerwehrleute sowie Spezialeinheiten der Armee waren im Einsatz. In mehreren Orten mussten die Menschen mit Hubschraubern aus den überfluteten Häusern geborgen werden. Am Sonntagnachmittag war der Sturm in großen Teilen des Landes abgeflaut, weil das Tief mit dem Namen “Xynthia” nach Deutschland weitergezogen war.

Bei einer Krisensitzung der Regierung in Paris wurden Soforthilfen für die Menschen der betroffenen Regionen beschlossen.