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Noch heute blanker Hass auf Karadzic in Sarajevo

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Noch heute blanker Hass auf Karadzic in Sarajevo

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Die Anklage gegen den Anführer der bosnischen Serben Radovan Karadzic bezieht sich auf einige der grausamsten Kapitel des Bosnien-Krieges in den neunziger Jahren, darunter auch auf den 44 Monate dauernden Beschuss von Sarajevo. Auf dem Marktplatz der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas, damals Schauplatz einer der schlimmsten Greueltaten des Krieges, ist der Hass auf die Peiniger noch wach: “Ich würde ihm bosnische Kinder schicken. Die sollten ihn mit kleinen Hämmern langsam zu Tode prügeln. Er würde das verdienen”, meint Jasmin Hido. “Ich glaube nicht, dass sie ihn in Den Haag ausreichend bestrafen werden”, befürchtet Marktbeschicker Mohammed Dizdar, der 1994 durch serbische Granaten verletzt wurde. “Sie sollten ihn zu uns nach Sarajevo schicken,damit wir ihn hier mitten in der Stadt aufhängen können.”

Bei zwei schweren Artillerieangriffen auf den Marktplatz von Sarajevo wurden 1994 und 1995 mehr als 100 Menschen getötet. Das Tribunal hat bereits zwei serbische Generäle für diese Massaker verurteilt. Radovan Karadzic muss nun als politisch Verantwortlicher dafür in Den Hag gerade stehen.