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Chavez beklagt "spanischen Kolonialismus"

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Chavez beklagt "spanischen Kolonialismus"

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Venezuela hat scharf auf spanische Vorwürfe reagiert, es habe eine Allianz aus den kolumbianischen FARC-Rebellen und der baskischen Untergrundorganisation ETA geschmiedet. Venezuelas Staatspräsident Hugo Chavez warf Spanien vor, sich wie eine Kolonialmacht zu verhalten und eine Marionette des US-Imperialismus zu sein. “Das ist alles eine Inszenierung”, meinte Chavez. “In Spanien die Audiencia Real, in Washington der berüchtigte Menschenrechtsgerichtshof, der uns vor zwei Tagen 300 Seiten gewidmet hat: Das ist kein Zufall, das ist alles abgesprochen. Dahinter steckt das Yankee-Imperium.”
 
Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte von Venezuela einen Antwort auf die Anschuldigungen der spanischen Justiz verlangt. Die spanische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sechs mutmaßliche ETA-Mitglieder und sieben FARC-Rebellen. Sie sollen in Spanien Anschläge auf den kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe und dessen Vorgänger Andrés Pastrana geplant haben. Einer der beschuldigten ETA-Kämpfer soll im venezuelanischen Landwirtschaftsministerium arbeiten.