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Chile: Schüsse auf Plünderer

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Chile: Schüsse auf Plünderer

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Im chilenischen Erdbebengebiet haben die Sicherheitskräfte erhebliche Schwierigkeiten, Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. Aus Vororten von Concepción werden Schießereien zwischen bewaffneten Bürgerwehren, Plünderern und dem Militär gemeldet. Ein Kaufhaus und ein Großmarkt gingen nach Plünderungen in Flammen auf. 55 Personen wurden wegen Übertetung der bis zum Dienstagmittag ausgedehnten Ausgangssperre festgenommen.

Viele Erdbebenopfer sehen sich zu Plünderungen gezwungen, da die Versorgung zusammengebrochen ist. “Ich brauche Windeln, konnte sie aber nicht aus dem Supermarkt holen. Ich werde es wieder versuchen”, kündigt die verhinderte Plünderin Maria Angelica Caceres an.

Im Fischerdorf Illoca, dass durch einen Tsunami verwüstet wurde, ist Hilfe angekommen. Die Menschen denken aber schon weiter: “Wir leben von Bort und Wasser nicht allein. Wir haben weitere Bedürfnisse. Wir müssen unser Leben wieder organisieren. Unsere Männer sind Fischer”, klagt Miriam Hernadez. Sie betrieb eine kleine Pension und hat alles verloren – auch den Fischkutter der Familie.

Nach Berechnungen von Versicherungsexperten dürfte sich der volkswirtschaftliche Schaden des Erdbebens auf über 11 Milliarden Euro belaufen.