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Frankreich und Russland wollen Handel intensivieren

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Frankreich und Russland wollen Handel intensivieren

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Am zweiten Tag seines Frankreich-Besuchs hat der russische Präsident Dmitri Medwedew am Grab des Unbekannten Soldaten einen Kranz niedergelegt – in Begleitung des französischen Verteidigungsministers und seiner für Wirtschaft zuständigen Kabinettskollegin. Um Verteidigung und Wirtschaft ging es auch bei den Gesprächen zwischen beiden Seiten. Der Handel zwischen den Ländern hat seit 2006 jedes Jahr um rund ein Viertel zugenommen. Der russische Präsident rief französische Unternehmer auf, sich noch stärker an der Modernisierung Russlands zu beteiligen.

Am Montag hatten Medwedew und sein französischer Gastgeber, Staatspräsident Nicolas Sarkozy, über eine Beteiligung von GDF Suez an der Gaspipeline Nord Stream durch die Ostsee gesprochen und sich weitgehend geeinigt: Das französische Unternehmen erhält einen Anteil von neun Prozent an der Nord Stream AG, die die Pipeline bauen wird. Die Leitung soll Ende 2011 fertiggestellt sein. Die Baukosten liegen bei 7,5 Milliarden Euro. An Nord Stream sind auch deutsche und niederländische Unternehmen beteiligt.

Noch keine Einigung gab es bisher über den Verkauf von französischen Kriegsschiffen an Russland. Moskau ist an vier französischen Hubschrauberträgern vom Typ Mistral interessiert. Moskau will aber nur eines Schiffe in Frankreich bauen lassen, die übrigen in Russland.