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Gaddafi-Sohn besucht Max Göldi im Gefängnis

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Gaddafi-Sohn besucht Max Göldi im Gefängnis

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Mit diesem Besuch hatte Max Göldi wohl nicht unbedingt gerechnet: Hannibal Gaddafi, einer der Söhne des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi, hat den Schweizer im Gefängnis aufgesucht. Kameras und Journalisten waren dabei. Hannibal Gaddafi kam vor allem, weil Göldis Mutter an diesem Tag Geburtstag hatte; aus diesem Anlass wurde dem Inhaftierten auch ein Anruf erlaubt. Hannibal Gaddafi habe Göldi sein Mitgefühl ausgedrückt, sagt Göldis Anwalt, und er habe den Wunsch geäußert, Göldi in seiner jetzigen Lage zu helfen.

Dabei geht alles auf die vorübergehende Festnahme des Gaddafi-Sohns in Genf vor gut anderthalb Jahren zurück. Göldi und ein weiterer Schweizer wurden kurz darauf in Libyen verhaftet; nach libyschen Angaben gab es aber keinen Zusammenhang. Göldi musste jetzt eine Haftstrafe antreten; Rachid Hamdani, der zweite Schweizer, ist wieder frei.

Neben der Gaddafi-Festnahme ist es inzwischen vor allem das Bauverbot für Minarette, das in Libyen für Unmut sorgt: Der Staatschef selbst hat zum Heiligen Krieg und zum Boykott von Schweizer Waren aufgerufen.