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Ursachenforschung nach Sturmschäden

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Ursachenforschung nach Sturmschäden

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Nach den Verwüstungen durch den Sturm Xynthia beginnt in Frankreich die Ursachenforschung: Dabei geht es darum, wo an der schwer betroffenen Atlantikküste gebaut werden darf – aber auch darum, in welchem Zustand einige der Deiche waren. Eine Gegend in der Vendée etwa sollte durch einen mehr als zweihundert Jahre alten Deich geschützt werden, einen Deich aus Kalkstein, der aber schon längst zerbröckelt ist. “1784 ist er gebaut worden”, meint eine Frau, “da hätte seitdem etwas gemacht werden müssen.” Und ein Mann hat längst Ungemach vorausgeahnt: “Man hat daran gearbeitet, wenn es eben sein musste. Es war doch klar, dass das einmal schiefgeht.”

Sieben- bis zehntausend Kilometer Deiche gibt es in Frankreich. Etwa tausend davon stuft die Regierung – in diesem Fall die Umweltstaatssekretärin – selbst als möglicherweise gefährdet ein. Eines der betroffenen Départements, Charente-Maritime, nennt inzwischen eine Summe von 135 Millionen Euro, die nötig wäre, um seine Deiche zunächst zu reparieren und dann auszubauen.