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Arabische Liga für indirekte Friedensverhandlungen

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Arabische Liga für indirekte Friedensverhandlungen

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Die Arabische Liga hat indirekten Friedensverhandlungen zwischen Palästinensern und Israel zusgetimmt. Das erklärten die Mitglieder des Nahost-Konflikt-Komitees der Liga nach einer Sitzung in Kairo. Die Gespräche sollen auf vier Monate begrenzt sein. Dann wollen sich die arabischen Außenminister, die dem Komitee angehören, erneut treffen, um über eine Fortsetzung der Gespräche zu entscheiden. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, sagte, die israelische Regierung
wecke nicht den Eindruck, als sei sie ernsthaft an einer Einigung interessiert. Doch sei das Komitee der Ansicht, dass man indirekten Gesprächen eine Chance geben sollte, als letzten Versuch. Die im Gazastreifen regierende Hamas ließ unterdessen wissen, dass sie diese Gespräche ablehnt. Sie forderte die Außenminister auf, ihre Entscheidung zurückzunehmen. Die palästinensische Seite fordert einen Baustopp für israelische Siedlungen im Westjordanland, wie er auch in der sogenannten Roadmap des Nahost-Quartetts vorgesehen ist. Israel lehnt das ab. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu forderte indes die Stadtverwaltung von Jerusalem auf, den umstrittenen Abriss von 40 Häusern von Palästinensern im arabischen Ostteil der Stadt zu stoppen.