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Griechenland: Sparprogramm gilt

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Griechenland: Sparprogramm gilt

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Griechenlands Regierung hat das drastische Sparprogramm gebilligt. Ministerpräsident Giorgos Papandreou unterrichtete darüber als ersten Staatspräsident Karolos Papoulias.
Beamte bekommen nun netto zehn Prozent weniger Geld. Die Mehrwertsteuer steigt von 19 auf 21 Prozent. Das 13. Gehalt, Ferien- und Ostergeld werden um 30 Prozent gekürzt.
Die indirekten Steuern auf Tabak und Alkohol steigen um etwa 20 Prozent. Benzin wird acht Cent teuerer.

George Papandreou sagte: “Wir haben unsere Pflicht getan, jetzt schlägt die Stunde der EU. Brüssel wollte, dass wir 4,8 Milliarden Euro einparen. Die getroffenen Maßnahmen
sind für das Überleben unseres Landes, unserer Wirtschaft notwendig.”

In Athen protestierten indessen wieder Menschen gegen die Sparpläne. Diesmal waren es die Rentner.
Die rund 300.000 Beamte kündigten einen 24-stündigen Streik für den 16. März an.
Ein Demonstrant rief: “Das wird schlimm für Rentner und Arbeitnehmer. Das wird schlimm.”
Eine ältere Dame empörte sich: “Sie sollten sich schämen. Sie haben Griechenland ruiniert. Wir haben schon soviel Opfer gebracht, so viele Kämpfe gefochten, sie sollten verschwinden.”

Weil es dem Land so schlecht und den Menschen so an den Kragen geht, hat die Ex-Europaabgeordnete und bekannte Sängerin Nana Mouskouri sich dazu entschlossen, ihre Pensionsansprüche dem griechischen Staat zu überlassen. Das soll helfen, das Staatsdefizit zu senken. Reiche Griechen in der Diaspora wurden bereits aufgefordert, dem maroden Staat Geld zu überweisen.