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Debatte über Verbot des Stierkampfes

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Debatte über Verbot des Stierkampfes

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Im katalanischen Parlament in Barcelona hat eine Debatte über ein Gesetz zum Verbot von Stierkämpfen begonnen. Noch vor dem Sommer sollen die Abgeordneten der spanischen Region Katalonien darüber abstimmen. Nach Auffassung von Tierschützern verbietet eine Norm aus dem Jahr 2008 das Quälen und Töten von Tieren, der Stierkampf ist bislang aber davon ausgeschlossen. Das katalanische Parlament hatte im vergangenen Jahr für die Annahme eines entsprechendenVolksbergehrens gestimmt.

Der Wissenschaftler Jorge Wagensberg argumentiert: “Ein Spieß wird in den Stier gestoßen und er bleibt stecken. Während der Bewegungen des Stieres bewegt er sich und zerstört das Fleisch und die Muskeln. Das schmerzt nicht? Es schmerzt.”

Anders sieht das ehemalige Stierkämpfer José Arroyo “Josélito”: “Ich bitte Sie, sich Wissen über den Stierkampf anzueignen. Wenn Sie ihn nicht mögen, ist das in Ordnung. Aber diskutieren Sie ohne Fanatismus, respektieren sie das bitte.” In Katalonien, so argumentieren viele Spanier, sei ein mögliches Verbot politisch motiviert.

Die Region verfügt über eine weitgehende Autonomie, viele lehnen traditionell spanische Symbole ab, auch den Stierkampf. Die Befürworter der Corrida argumentieren, die Tiere lebten ein nahezu luxuriöses Leben, sie würden gehegt und gepflegt, anders als etwa in der Massentierhaltung.