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Haftstrafen für "Sauerland-Gruppe"

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Haftstrafen für "Sauerland-Gruppe"

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In Deutschland sind die vier angeklagten Terroristen der sogenannten “Sauerland-Gruppe” zu bis zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Düsseldorfer Landgericht verurteilte Fritz Gelowicz und Daniel Schneider zu zwölf Jahren Haft, den Mitangeklagten Adem Yilmaz zu elf und Atilla Selek zu fünf Jahren. Die Männer wurden wegen Mitgliedschaft in der Terrorvereinigung “Islamische Dschihad Union” und Verabredung zu vielfachem Mord schuldig gesprochen. Schneider wurde außerdem wegen versuchten Polizistenmordes verurteilt. Gelowicz, Schneider und Yilmaz waren im September 2007 in dem Dorf Oberschledorn im Sauerland festgenommen worden, Selek zwei Monaten später in der Türkei. Er wurde im November 2008 nach Deutschland ausgeliefert. Die Gruppe hatte dort begonnen, aus mehr als 700 Liter Wasserstoffperoxid gewaltige Autobomben zu bauen. Allerdings hatten Polizisten die Chemikalie bereits heimlich verdünnt. Die Bundesanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, einen für die Bundesrepublik Deutschland einzigartigen Massenmord geplant zu haben. Die vier hatten gestanden, dass sie Terror-Anschläge gegen amerikanische Einrichtungen verüben wollten.