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Niederlande: Teilsieg von Rechtspopulist Geert Wilders

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Niederlande: Teilsieg von Rechtspopulist Geert Wilders

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Jubel bei der Freiheitspartei: Bei den Kommunalwahlen in den Niederlanden hat die Partei des Rechtspopulisten Geert Wilders in der Stadt Almere gesiegt. Geert Wilders verficht eine ausländer- und islamfeindliche Politik. Die Partei hatte nur in Almere und am Regierungssitz Den Haag Kandidaten aufgestellt. In Den Haag lag die Freiheitspartei nur knapp hinter der sozialdemokratischen Partei der Arbeit. Sowohl die Sozialdemokraten wie auch der konservative Christdemokratische Appell mussten deutliche Verluste einstecken. Der Konservative Jan Peter Balkenende steht derzeit einem Interims-Kabinett vor, nachdem die Regierungskoalition vor 12 Tagen wegen Streits über den Afghanistan-Einsatz zerbrochen ist. Manche Einwohner von Almere stehen Wilders allerdings skeptisch gegenüber:

“Das einzige, was Wilders und seinen Leuten einfällt, ist, das Kopftuch zu verbieten. Ich finde das schrecklich und schäme mich dafür”, sagt eine Passantin. Und ein Rentner meint:

“Wir kennen diese Partei gar nicht. Er redet viel, aber man erfährt nichts. Ich will erst Ergebnisse sehen, erst dann kann man ihn beurteilen. Ich glaube, er spaltet die Gesellschaft, und das gefällt mir nicht.”

Wilders hofft nun, das gute Ergebnis bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 9. Juni wiederholen zu können. Wohl nicht von ungefähr: In den Niederlanden galten die Kommunalwahlen als wichtiger Stimmungstest.