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Wahlerfolg der niederländischen Rechtspopulisten

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Wahlerfolg der niederländischen Rechtspopulisten

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Nach ihrem Erfolg bei den niederländischen Kommunalwahlen haben die Rechtspopulisten um Geert Wilders die Parlamentswahl in drei Monaten im Blick. Die “Partei für die Freiheit” war am Mittwoch nur in zwei Kommunen angetreten: In einer Satellitenstadt von Amsterdam verdrängte sie die Sozialdemokraten vom Spitzenplatz, in Den Haag wurde sie zweitstärkste Kraft.
“Die Leute wollen, dass sich etwas ändert”, sagt Wilders: Die Menschen wollten die Politiker der alten Mehrheiten loswerden, sie wollten mehr Sicherheit für die Niederlande, auch soziale Sicherheit. Da seine Partei gute Chancen habe, auf nationaler Ebene die stärkste politische Kraft zu werden, seien die Aussichten auf einen Wandel gut, sagte Wilders – und fügte hinzu, er könne geradezu riechen, dass es dazu kommen werde.
In Umfragen liegt seine PVV derzeit auf dem zweiten beziehungsweise dritten Platz.
Bei den Kommunalwahlen erlitten die beiden großen traditionellen Regierungsparteien Verluste, die Christdemokraten und die Sozialdemokraten.
“Ich finde es unglaublich, dass es in unserer Gesellschaft so viele Menschen gibt, die mit dem gegenwärtigen Zustand der Politik unzufrieden sind”, sagte eine Frau zu dem Ergebnis. Und ein Mann bemerkte, die Wahlergebnisse hätten gezeigt, dass es im Lande eine wachsende Fremdenfeindlichkeit gebe, die von den traditionellen Parteien nicht “gezähmt” werde, was sehr traurig sei, denn es bedeute, dass eine wirkliche Debatte über Integration nicht stattfinde.
Die PVV fordert unter anderem ein Kopftuchverbot für muslimische Frauen. Aus Protest dagegen gingen Wählerinnen und auch Wähler mit Kopftuch zur Stimmabgabe.