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Gewalt bei Protesten gegen griechisches Sparprogramm

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Gewalt bei Protesten gegen griechisches Sparprogramm

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Am Rande einer Demonstration in Athen gegen das Sparprogramm der sozialistischen Regierung ist es zu Ausschreitungen gekommen; mindestens fünf Menschen wurden verletzt. Demonstranten verprügelten den Präsidenten der Gewerkschaft des Privatsektors, Giannis Panagopoulos. Er steht steht den regierenden Sozialisten nahe.
Vor dem Parlament setzte die Polizei Schlagstöcke und Tränengas ein, um Demonstranten und linke Abgeordnete daran zu hindern, ein Transparent an dem Gebäude anzubringen.
Unterdessen wurde das Sparprogramm vom Parlament verabschiedet; die regierenden Sozialisten verfügen über eine solide Mehrheit.
Am diesem Tag der Entscheidung erreichte die Protestwelle einen neuen Höhepunkt – mit zahlreichen Streiks und Demonstrationen: Zehntausende demonstrierten in Athen und anderen Städten. Viele Beamte und andere Staatsbedienstete, Ärzte, auch Lehrer traten in den Ausstand. Auch Fernsehen und Hörfunk wurden bestreikt, sowie auch die staatliche Nachrichtenagentur ANA. Der Verkehr wurde weitgehend lahmgelegt. Auch die Fluglotsen streikten für vier Stunden, zahlreiche Inlandsflüge fielen aus.