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Nachbeben erschüttern Chile

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Nachbeben erschüttern Chile

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Chile ist von einer Reihe schwerer Nachbeben erschüttert worden. Betroffen waren vor allem Gebiete südlich der Hauptstadt Santiago. Die Erdstöße erreichten Stärken von bis zu 6,6. Einige beschädigte Gebäude stürzten ein, Berichte über Opfer gab es nicht. Das Erdbeben am vergangenen Samstag hatte die Stärke 8,8. Die Regierung in Santiago steht in der Kritik: Unter anderem weil sie erst spät das Militär gegen Plünderer ins Katastrophengebiet entsandt und weil sie fehlerhafte Angaben über die Anzahl der Todesopfer gemacht hat. Diese liegt bei 530. Die Führung in Santiago ordnete eine dreitägige Trauer an. “Die gesamte Infrastruktur wurde zerstört”, so der Leiter eines kleinen Fischerei-Unternehmens in Talcahuano. “Drei oder vier Monate sind notwendig, um die schlimmsten Spuren zu beseitigen.” Eine durch das Erdbeben ausgelöste Riesenwelle hatte Schiffe bis in die Stadtmitte geschleudert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will sich an diesem Freitag in Santiago ein Bild von der Lage machen.