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Attentat in Pilgerstadt Nadschaf

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Attentat in Pilgerstadt Nadschaf

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Einen Tag vor der Parlamentswahl im Irak sind bei einem Bombenattentat in Nadschaf mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. In der Nähe der Imam-Ali-Moschee detonierte eine Autobombe und traf zwei Busse, in denen sich Pilger aus dem Iran befanden. Sieben Menschen wurden verletzt. Die Moschee zählt zu den wichtigsten Heiligtümern der Schiiten und wird jährlich von Millionen Pilgern besucht. Nadschaf liegt rund 180 Kilometer südlich von Bagdad. Auch in der irakischen Hauptstadt war es am Donnerstag, dem Sonderwahltag für Sicherheitskräfte, Gefängnisinsassen und Krankenhauspatienten, zu mehreren Anschlägen gekommen. Die Abstimmung für das Parlament findet am Sonntag statt. “Wir werden zur Wahl gehen”, sagt ein Passant. “Ich bin mir dessen sicher, dass die Menschen eine starke Regierung wählen werden, die bereit sein wird, dieses Land aufzubauen. Es leidet bereits seit drei Jahrzehnten.”

Am Freitag stimmten die im Exil lebenden Iraker ab, darunter in Syrien, Jordanien, in Deutschland und in der Türkei. Um die 325 Mandate des Parlaments in Bagdad bewerben sich fast 6.300 Kandidaten.