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Weiter Hungerstreiks auf Kuba

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Weiter Hungerstreiks auf Kuba

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Der kubanische Regimegegner Guillermo Farinas will seinen Hungerstreik fortsetzen. Seit neun Tagen hat er nichts mehr zu sich genommen aus Protest gegen den Hungertod des kubanischen Dissidenten Orlando Zapata Tamayo.
 
Am Mittwoch war Farinas ohnmächtig ins Krankenhaus eingeliefert worden. Zurück in seiner Wohnung in Santa Clara erklärte er, deutlich geschwächt:
 
“Ich möchte der Welt zeigen, dass politische Morde auf Kuba an der Tagesordnung sind. Sie passieren tatsächlich. Daher mache ich weiter, notfalls bis zu meinem Tod.”
 
Der 48-jährige Journalist fordert die Freilassung von 26 erkrankten politischen Häftlingen in seinem Land. 
 
In Mexiko-City gingen gestern rund 100 Menschen auf die Straße, um gegen den Hungertod von Orlando Zapata Tamayo zu protestieren.
 
“Wir sind der Meinung, dass wir unsere kubanischen Brüder mehr denn je unterstützen müsssen. Solidarität ist wichtig für die Einhaltung der Menschenrechte. Wir kämpfen nicht nur für ein freies Kuba sondern für die Freiheit Lateinamerikas”, sagt dieser Mann.
 
Ein spanischer Botschafter hatte Guillermo Farinas aufgefordert, seinen Hungerstreik zu beenden, damit sein Land mit Kuba über Menschenrechte verhandeln könne. Rund 200 politische Gefangene soll es auf der Karibikinsel geben.