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Wer gewinnt den Oscar für den besten nicht-englisch-sprachigen Film?

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Wer gewinnt den Oscar für den besten nicht-englisch-sprachigen Film?

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Der Rote Teppich in Hollywood ist ausgerollt. Zum 82. Mal werden an diesem Wochenende die Academy Awards verliehen. An der Abstimmung nahmen mehr als 5 700 Juroren teil, die bis Dienstag Ortszeit ihre Stimme abgeben mussten. Am Sonntagabend, in der Nacht zum Montag mitteleuropäischer Zeit, werden die Oscar-Entscheidungen verkündet. Michael Haneke ist einer der fünf Filmemacher, der den Oscar für den besten nicht-englisch-sprachigen Streifen entgegennehmen könnte. “Das weiße Band” ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden, darunter mit dem Europäischen Filmpreis. “Der Prophet” des Franzosen Jacques Audiard hatte erst am vergangenen Wochenende den französischen Filmpreis, den Cesar gewonnen, und das gleich neunfach. Im Rennen ist auch der argentinische Streifen “El Secreto de Sus Ojos” – frei übersetzt “Das Geheimnis in ihren Augen”. Die Leute glaubten, die Vergabe der Filmpreise sei eine Art Fußball-Meisterschaft zwischen einzelnen Staaten, ärgert sich der israelische Filmemacher Yaron Shani. “Doch Filme sind nicht Fußball. Zugleich ist es erstaunlich, wie heftig die Menschen an etwas teilnehmen, was eigentlich ein zutiefst persönliches Erlebnis ist.” Der Film “Ajami”, der von einer Berliner Firma produziert wurde, zeigt den brutalen Bandenkrieg arabischer Jugendlicher in Tel Aviv. Ebenfalls im Rennen: “The Milk of Sorrow” von Claudia Llosa. “Ich hoffe, dass die jungen Filmemacher aus Peru Mut schöpfen, dass sie begreifen, dass Erfolg möglich ist”, so Llosa. Ihr Film über die bedrückende Vergangenheit Perus wurde im vergangenen Jahr in Berlin mit dem Goldenen Bären geehrt.