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Iraker wählen trotz Gewalt und Terror

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Iraker wählen trotz Gewalt und Terror

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Überschattet von Gewalt hat im Irak die Wahl eines neuen Parlaments begonnen. Allein in der Hauptstadt Bagdad kamen bei Bombenattentaten mindestens 15 Menschen ums Leben. Die streng bewachte sogenannte Grüne Zone in Bagdad, in der Politiker wählen, wurde von mehreren Mörsergranaten getroffen. Dort wurde niemand verletzt. Kurz nach der Öffnung der Wahllokale gaben Staatschef Dschalal Talabani und Ministerpräsident Nuri al-Maliki ihre Stimme ab. Al-Maliki, der hofft, erneut mit dem Amt des Regierungschefs betraut zu werden, verteidigt die Idee eines starken Zentralstaates. Sein Herausforderer Amar al-Hakim hingegen sprach sich für das Modell einer Föderation aus. Insgesamt bewerben sich fast 6 300 Kandidaten um die 325 Abgeordnetenmandate. Für Frauen wurden 25 Prozent der Sitze reserviert. Mit Ergebnissen der Abstimmung wird in einer Woche gerechnet. Es ist die erste Wahl seit dem Abzug der US-Truppen aus Städten und Dörfern des Landes.