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Wahlen im Irak: Quote für die Frauen

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Wahlen im Irak: Quote für die Frauen

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Frauen spielen bei den heutigen Parlamentswahlen ein überragende Rolle. Während des Wahlkampfes machten die Kandidatinnen ihren männlichen Kollegen den Platz auf den Plakaten streitig. Während die meisten Kandidatinnen bei den Parlamentswahlen 2005 noch ohne Foto auf Wahlplakaten kandidierten, ließen sich einige nun sogar ohne Schleier abbilden. Viele Wählerinnen gingen in Bagdad schon früh am Morgen zur Stimmabgabe.

Wie bereits bei den letzten Parlamentswahlen 2005 gilt eine Frauenquote von 25 Prozent. Ein Viertel der Abgeordnetensitze ist den Frauen vorbehalten, auch die Kandidatenlisten mussten 25 Prozent Frauen aufweisen.
Salama al-Khafadschi kandidiert für die Irakische Nationalallianz. Sie meint:

“Es gibt immer noch eine männliche Sichtweise. Die Parteien stellen lieber männliche Kandidaten auf als Frauen, denn die hatten oft schon mal Ministerposten inne.”

Maysun Damludschi ist ehemalige Vizekulturministerin und tritt auf der Irakischen Nationalen Liste des ehemaligen Ministerpräsidenten Ajad Allawi an.

Sie sieht Veränderungen:
“Die Politiker, die zumeist gegen Frauenrechte und die Quoten gekämpft haen, sehen nun, dass Frauen an der politischen, wirtschaftlichen und jeder anderen Entwicklung des Irak beteiligt werden müssen.”

Während die Frauen-Quote bei den Parlamentswahlen 2005 zunächst auf heftige Kritik stieß, scheint sie inzwischen akzeptiert zu sein: Im Winter wurde sie ins Wahlgesetz aufgenommen – ohne größere Debatten.