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Wahllokale schlossen im Irak

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Überschattet von Terror und Gewalt hat der Irak ein neues Parlament gewählt. Bei Attentaten und Raketenangriffen kamen allein in Bagdad mindestens 15 Menschen ums Leben.

Landesweit starben offiziellen Angaben zufolge 25 Personen. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf über 100. Die meisten Iraker ließen sich von den Gewaltakten jedoch nicht einschüchtern. Viele Wahllokale schlossen um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Bei Andrang der Wähler sollten sie jedoch länger geöffnet bleiben.

Auch Staatschef Dschalal Talabani und Ministerpräsident Nuri al-Maliki gaben ihre Stimme ab. Al-Maliki hofft, erneut mit dem Amt des Regierungschefs betraut zu werden. Er verteidigt die Idee eines starken Zentralstaates. Ayad Allawi, Chef der Übergangsregierung, die von 2004 bis 2005 amtierte, gab ebenfalls seinen Stimmzettel ab. Insgesamt haben sich fast 6 300 Kandidaten um die 325 Abgeordetenmandate beworben. Für Frauen wurden 25 Prozent der Sitze reserviert. Mit Ergebnissen wird erst in einer Woche gerechnet. Es war die zweite Parlamentswahl seit dem Sturz des Diktators Saddam Hussein und die erste seit dem Abzug der US-Truppen aus Städten und Dörfern des Irak.