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Mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder vor Gericht

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Mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder vor Gericht

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In Brüssel hat der Prozess gegen neun mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder begonnen. Ihnen wird vorgeworfen, Anschläge vorbereitet und Männer für Selbstmordanschläge rekrutiert zu haben. Sieben stehen vor Gericht, zwei andere sind noch immer auf der Flucht. Die Anklageschrift ist tausende Seiten lang. Im Falle einer Verurteilung droht den Angeklagten zehn Jahre Haft.

Im Zentrum des Prozesses steht die 50-Jährige Malika al-Aroud. Laut der belgischen Staatsanwaltschaft soll sie junge Muslime in Trainingscamps an der afghanisch- pakistanischen Grenze geschickt haben. Sie gilt als Verehrerin von Osama bin Laden.

Die Marokkanerin mit Wohnsitz in Belgien wurde zunächst als Witwe bekannt. Zwei Tage vor dem 11. September 2001 soll ihr Mann den Anti-Taliban-Führer Ahmad Shah Massoud umgebracht haben. Auch al-Arouds Mann wurde bei dem Anschlag getötet. Osama bin Laden persönlich soll den Befehl zu dem Attentat gegeben haben.

Aroud heiratete wieder und wurde zusammen mit ihrem zweiten Mann in der Schweiz wegen des Betreibens von Pro-Al-Kaida-Internetseiten verurteilt. Der Prozess findet 15 Monate nach den Verhaftungen in Brüssel und Lüttich statt.