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Stimmenauszählung beginnt

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Nach der Parlamentswahl im Irak hat die Stimmenauszählung begonnen. Erste Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet. Inoffiziellen Angaben zufolge liegt die Rechtsstaatsallianz von Ministerpräsident Nuri el Maliki in den mehrheitlich schiitischen Provinzen in Führung. Der frühere Regierungschef Ijad Allawi habe dagegen die Mehrheit in den sunnitischen Gegenden, hieß es.

Überschattet wurde der Urnengang von Terroranschlägen. Dabei kamen mindestens 38 Menschen ums Leben. Die Iraker seien trotz der Anschläge zur Wahl gegangen und wehrten sich damit gegen die Raketen, erklärte ein Iraker. Er rufe die künftige Regierung dazu auf, ihre Versprechen einzuhalten und für Sicherheit und den Wiederaufbau im Land zu sorgen.

Auch die Kurden im Norden des Landes waren zur Wahl aufgerufen. Über 80 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Viele waren zufrieden: Diese Wahl sei besser als die vorhergehende gewesen, meint ein Kurde. Gottseidank habe es keinen Betrug gegeben. Er habe für die kurdische Koalition gestimmt.

Fast 6300 Kandidaten bewarben sich um die 325 Sitze im Parlament.

Die Wahl soll Stabilität in das krisengeschüttelte Land bringen. Seit der US-geführten Invasion im Jahr 2003 ringen die Iraker um eine politische Neuordnung. Die sunnitische Minderheit hatte nach dem Sturz von Diktator Saddam Hussein ihre Machtposition verloren. Heute werden zahlreiche Ministerien von schiitischen Parteien kontrolliert.