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Vorbilder für "The Hurt Locker" im Irak

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Vorbilder für "The Hurt Locker" im Irak

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Das ist der Stoff, aus dem Oscars gemacht sind:
Der Film “The Hurt Locker” beschreibt die Arbeit von Bombenentschärfern im Irakkrieg; auf deutsch
heißt der Film “Tödliches Kommando”.

Sechs der begehrten Auszeichnungen gab es letzte Nacht, darunter die wichtigsten für den besten Film und die beste Regie – diesen Preis bekam Kathryn Bigelow.

Hier, im irakischen Nassirijah, sind die Vorbilder für den Film, die echten Sprengstoffexperten. Sie sind EOD-Leute – Spezialisten für “Explosive Ordnance Disposal”, für Kampfmittelbeseitigung.

“Vor dem Film”, sagt einer von ihnen, “hatten wir Mühe zu erklären, was wir machen. Jetzt sagen die Leute gleich ‘Ach, wie in dem Film The Hurt Locker’.”

“Naja, ist eben erfunden”, sagt ein anderer, weniger
begeistert; “wir kommen da schon in mancher Hinsicht gut weg, aber es hätte auch besser sein können.”

“Bombenentschärfer sind eher bescheidene Menschen”, sagt der Offizier. “Die meisten würden wohl einfach sagen, dass ihre Arbeit hier übertrieben dargestellt wird. Dabei ist jeder einzelne von ihnen ein lebender Held.”

Auch die Regisseurin des Films sah das nicht anders: “Ich möchte dies den Frauen und Männern beim Militär widmen”, sagte Kathryn Bigelow in ihrer Dankesrede bei der Oscar-Verleihung, “die jeden Tag ihr Leben im Irak und in Afghanistan und in der ganzen Welt riskieren, auf dass sie sicher nach Hause zurückkehren.”