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China und Indien für Kopenhagen-Dokument

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China und Indien für Kopenhagen-Dokument

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Drei Monate nach Kopenhagen will nun auch China – als einer der größten Verursacher von Treibhausgasen – dem Abschlussdokument des Klimagipfels beitreten. Ein entsprechender Brief ist an das UNO-Klimasekretariat in Bonn gegangen. Am gleichen Tag hatte auch schon Indien, das ebenfalls große Mengen an Treibhausgasen verursacht, den gleichen Schritt angekündigt.

Bei dem Gipfeltreffen in der dänischen Hauptstadt wurden Ziele aufgestellt wie eine Obergrenze für die Erderwärmung oder Hilfen für Entwicklungsländer. Allerdings gab es keine Einigung – die Kopenhagener Vereinbarung ist rechtlich nicht bindend. Die Staaten nehmen diese Ziele nur zur Kenntnis: Ihnen steht es frei, sie auch anzuerkennen – sich “formell mit der Vereinbarung zu assoziieren” – und bei der UNO ihre eigenen Ziele anzumelden. Viele Länder haben das inzwischen getan, viele andere nicht.

Kopenhagen sollte ein Nachfolgeabkommen für das Kyotoprotokoll bringen, das bald ausläuft. Wie es nach dem gescheiterten Gipfeltreffen aber weitergeht, ist offen. Ende des Jahres gibt es in Mexiko erneut ein Gipfeltreffen: Einen weltweit verbindlichen Vertrag über Klimaschutzziele erwartet
aber auch dort niemand.