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Erdbeben in der Ost-Türkei

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Erdbeben in der Ost-Türkei

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Bei einem Erdbeben im Osten der Türkei sind nach Angaben der Behörden mindestens 51 Menschen getötet worden. Die Überlebenden beerdigten ihre Angehörigen. Die Erdstöße der Stärke 6 ließen am frühen Montagmorgen in der Provinz Elazig dutzende Häuser und die Minarette mehrerer Moscheen einstürzen. Etwa 100 Menschen wurden verletzt. Das Epizentrum des Bebens lag bei der
Stadt Karakocan.

In dem Gebiet, in dem die nordanatolische und die ostanatolische Störungszone verläuft, wurden mehr als 50 Nachbeben registriert. Rettungsmannschaften und Helfer suchten zunächst in den Trümmern nach weiteren Opfern. Unter den Toten waren mehrere Kinder. Viele Menschen waren bei den ersten Erdstößen gegen 4.30 Uhr Ortszeit in Panik aus ihren Häusern gerannt. Aus Angst vor weiteren Beben verbrachten sie den Rest der Nacht im Freien.

Die Bewohner zerstörter Häuser sollen wegen drohender weiterer Nachbeben zunächst in Zelten und Containern untergebracht werden. Der türkische Rote Halbmond richtete ein Krisenzentrum ein. Die Türkei liegt in einer erdbebengefährdeten Region und wird regelmäßig von Erdstößen erschüttert. 1999 kamen im Nordwesten des Landes mindestens 18.000 Menschen ums Leben.